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at-de : einnähen - siehe Kommentar
| Österreichisch : | einnähen | | Aussprache : | einahn | | Deutsch : | siehe Kommentar | | | | Eingereicht von : | albertusmagnus ( Region : Graz(Stadt)) | | Eingereicht am : | 2009-12-07 06:26:41 | | Verwendung : | selten | | | | | Kategorien : | Veraltet, Historisch |
| Österreichisches Verzeichnis |
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| Kommentare |
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Eine ehemals verbreitete, [ von albertusmagnus am 2009-12-07 06:34:22 ] nunmehr Gott sei Dank abgekommene Sitte der Alpenbevölkerung war das "Einahn": Kindern wurde die Unterwäsche zu Winterbeginn zugenäht, sodaß sie nicht mehr ausgezogen werden konnte. Erst im Frühjahr wurden die Bedauernstwerten wieder herausgeschnitten! Das Odeur, das sie verbreitet haben, muß phänomenal gewesen sein. Vielleicht weiß jemand, warum man das gemacht hat? Ich kann jedenfalls keinen Sinn erkennen! Jedenfalls dürfte von diesem Usus das "Einahn" ins Gefängnis kommen... Profundes Hintergrundwisssen... [ von klaser am 2009-12-08 01:44:34 ] aber ist das belegt? Meine Skepsis soll Dich nicht kränken, es klingt ja wirklich wild! Vielleicht ist es ja nur eine Mär, [ von albertusmagnus am 2009-12-08 11:29:38 ] jedenfalls wurde es mir so erzählt. Werde mich aber beim steirischen Volkskundemuseum um eine Bestätigung bemühen und hier veröffentlichen. Eingnaht: [ von Koschutnig am 2009-12-08 17:53:03 ] 1910 bietet das Kaufhaus Roman Mayr in München "Fatschen" um 32 Pfennig pro Meter: "Offensichtlich hatten die Mütter von Kindern auf das Einnähen mit Babyband und Schnürnadel noch nicht verzichtet"
Ulrike Zischka: "Vater, Mutter, Kind: Bilder und Zeugnisse aus zwei Jahrhunderten." Hg. v.
Münchner Stadtmuseum, München 1987, S. 165
Aus Berlin von einem Schweizer [ von Koschutnig am 2009-12-08 18:16:13 ] Herbert Luethy in: "Der Monat" hg.v. Gesellschaft für Internationale Publizistik, Ausgabe 43-48, Berlin 1952, S. 303:
"...um die allereinfachsten Dinge der Kinderpflege zu lernen: wie man Windeln anfertigt, daß man die Säuglinge nicht einnähen und wochenlang in ihrem Kot herumtragen, sondern sie waschen und ihnen die Windeln wechseln soll."
Allerdings steht das unter "Nordafrikanische Impressionen"...
http://tinyurl.com/ylepcwp auch: http://tinyurl.com/ydz2eqo S. 121 Dr. Roswitha Orač-Stipperger, [ von albertusmagnus am 2009-12-15 19:04:56 ] die Leiterin des Steirischen Volkskundemuseum, hat mir folgendes übermittelt:
“Das “Einnähen“ gab es nicht im Sinn eines "traditionellen steirischen Volksbrauches“ sondern als fact, der eher einer praktischen Notwendigkeit entsprang. Man hat Hemd und (Unter)hose einfach zusammengenäht, damit es wärmer war. Die "Entsorgung“ funktionierte über die ohnehin zwischen den Beinen offenen Unterhosen. Mein Mann erwähnte auch einen Zeitungsbericht vor ca 15 – 20 Jahren (Kategorie Heiteres Bezirks- gericht und Ähnliches) wo es um einen Streit mit einer Lehrerin ging, die ein Kind, das das Mitturnen verweigerte, dazu zwingen wollte. Das Kind genierte sich wegen seines winterlichen “Innenlebens“ vor den Mitschülern, der Lehrerin war der Grund nicht geläufig. “ @Albertusmagnus, @Koschutnig: [ von klaser am 2009-12-15 19:23:23 ] Ich nehme dieses Muster an engagierter Mitarbeit zum Anlass, um mich zu bedanken. So wird "unser" Werk erst sinn- und wertvoll. (Ich bin leider aus Zeitgründen nicht in der Lage, mich so ins Zeug zu legen, wie ich es gerne tun würde.) Ich fühle mich bauchgepinselt, [ von albertusmagnus am 2009-12-15 20:49:41 ] freute mich aber, wenn mir jemand die Geheimnisse verriete, wie man Bilder oder Tonbeispiele einpflegen kann. Auch die Fontgröße sowie -farbe können geändert werden, wenn man zu den Wissenden gehört... Eine Ergänzung von Frau Dr. Roswitha Orač-Stipperger: [ von albertusmagnus am 2009-12-16 17:01:59 ] Das angeführte Zitat (bezüglich des Fatschenangebotes) bezieht sich wohl auf eine andere Gewohnheit, nämlich das ebenfalls nicht gerade "artgerechte“ enge Einfatschen von Säuglingen. Das ursprünglich hinterfragte "Einnähen“ betraf ja auch schon gehfähige Kinder. Wie an anderer Stelle schon geschrieben, [ von albertusmagnus am 2009-12-18 08:53:50 ] ich sehe OSTARRICHI nicht als reines Wörterbuch, sondern als Sammlung des Österreichischen Idioms. Manche Ausdrücke sind einfach unübersetzbar, sie brauchen eine längere Erklärung, daher habe ich bei der Übersetzung diese Form gewählt.
"Einahn" wird in dieser Bedeutung Gott sei Dank zwar nicht mehr gebraucht, als mögliche Erklärung für "einahn" = "einsperren" habe ich es trotzdem eingestellt!
[ von albertusmagnus am 2009-12-19 11:07:50 ] [ von albertusmagnus am 2009-12-19 11:08:28 ] [ von albertusmagnus am 2009-12-19 11:09:34 ] [ von albertusmagnus am 2009-12-19 11:09:55 ] Inwieweit halbfertig? [ von albertusmagnus am 2009-12-19 11:10:06 ] Ausreichender als dieser Eintrag sind nur wenige belegt!
Im Übrigen solltest Du Dein Wörterbuch-Denken einer Revision unterziehen, wie von mir schon eins ober Dir festgeschrieben, gibt es für manche Redewendungen keine 1:1-Übersetzung. Da- für dienen eigene Werke, in denen Redewendungen ihren Platz finden. Aber es ehrt Dich, sich ums "Buch", zu dem Du noch nichts beigetragen hast, solche Gedanken zu machen... |
| Beurteilungen |
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2009-12-15 19:15:34(Wien 12.,Meidling): Qualität=2: Bekanntheit=100% Ich kenne es jetzt, wegen der profunden Recherche. 2009-12-17 20:57:03(): Qualität=-2: Bekanntheit=-100% Was soll die Übersetzung sein? Siehe Kommentar?
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